Was ist Technomathematik?
Fast kein Produkt wird heute hergestellt und vertrieben, ohne dass seine Funktionalität durch mathematische Simulation überprüft worden wäre. Kein Flugzeug, kein Auto, keine Bahn, keine Brücke, kein Gebäude, kein Windrad, keine Hüftprothese, kein Herzschrittmacher, kein Smartphone, kein Kühlschrank, kein Computer, keine Waschmaschine, keine Kunstader, ja, fast kein Produkt unserer Industrie wird heute noch ohne Einsatz von Simulationssoftware gebaut. Die praktische Ingenieurwissenschaft wendet diese an, die forschende entwickelt sie und

die Technomathematik löst dabei auftretende mathematischen Probleme, die über das mathematische Rüstzeug eines Ingenieurs hinausgehen.

Moderne Ingenieurforschung arbeitet nämlich in immer stärkerem Maße explizit mit Mathematik. Oft sind die Produkte der Ingenieurforschung sogar selbst mathematische Formeln, aus denen praktische Ingenieure Anleitung und Hilfe bei der Konstruktion innovativer Produkte ziehen können.

Trotz großer mathematischer Studienanteile stoßen Ingenieure in der Forschung häufig an die Grenzen der durch sie einsetzbaren Mathematik.

Dann kann die Technomathematik helfen: Einerseits als vollwertiges Mathematikstudium angelegt, zeigt die Technomathematik vom Studienanfang an, wie Mathematik im Ingenieurwesen eingesetzt wird und wie ihre Resultate mithilfe moderner Rechner praktisch umgesetzt werden. An der Schnittstelle zwischen beiden Wissenschaften können Technomathematikerinnen und -mathematiker mathematische Fragestellungen in Ingenieurproblemen leichter erkennen und sie selbst mit weiterführenden mathematischen Methoden angehen.

In der Kooperation mit Ingenieuren können sie so schnell eine fundierte Lösung herbeiführen. Damit sind sie besonders wertvolle und rare Mitarbeiter.

Entsprechend breit ist ihr Einsatzgebiet nach einem erfolgreichen Studium.