Licht ins Dunkel bzw. Töne in die Stille bringen - die Vermessung der Meer und Flüsse
Prof. Dr. Harald Sternberg
HafenCity Universität Hamburg, Hydrographie und Geodäsie
Raum: A 0.18.1 / Zeit: 17:45 - 18:15
Raum: A 0.18.1 / Zeit: 20:00 - 20:30
70% der Erde sind vom Meer bedeckt, und wir wissen, dass es dort Tiefen bis zu 11 km und auch die höchsten Berge gibt. Nur schätzungsweise zehn Prozent des Meeresbodens ist gut erforscht, der Rest völlig unbekannt: eine Terra incognita. Der Mars ist wesentlich besser kartiert als die Ozeanböden, da hier optische Fernerkundung stattfinden kann. Wie aber können wir in das Dunkel des Meeres vordringen, um den unbekannten Ozeanboden zu vermessen? Dies gelingt mit Hilfe von Schallwellen. Mit diesen können wir Töne in die Stille bringen und damit die Tiefen, aber auch den unterschiedlichen Untergrund (Sand, Gestein) sichtbar machen. In seinem Vortrag gibt Professor Sternberg eine Einführung in die Bathymetrie und erklärt, wie man mit Schall, Sensoren und Algorithmen Meeresböden vermisst und dadurch auch zum besseren Schutz der Terra incognita beitragen kann.